Die Baslerin Lea Schmocker liest Texte des Basler Autors Urs Widmer

Der Autor Urs Widmer wurde am 21. Mai 1938 in Basel geboren und ist im vergangenen Jahr im Alter von 75 Jahren in Zürich gestorben. Er sei lange Jahre und von vielen Leuten als der „lustige Purzel von den Alpen“ wahrgenommen worden, erzählte Widmer einmal in einem Gespräch.
Er wusste, dass er an dem wohlwollenden Vorurteil nicht ganz unschuldig war. Er mochte das Komische mehr als das Tragische, das sprachlich Überhitze lag ihm näher als das delikat Gedrechselte, die Kraftausdrücke waren ihm lieber als die sanften Wörter.

Das vielleicht schönste Abenteuer, das Widmer in seinen Romanen beschreibt, ist wohl das der Gummizwerge, die in „Ein Leben als Zwerg“ (2006) schlagartig zum Leben erwachen und über Möbel turnen, sobald sich ihr Inhaber, ein Junge namens Uti, umdreht. Uti sitzt oft vor einem seltsamen Apparat, der klappernde Geräusche macht, und hat seltsam geringelte Haare.

Der Zwerg, den er mit seinem liebenden Blick lebendig gemacht hat, begleitet ihn durchs Leben, lebt sein Zwergenleben, während der Junge Uti erwachsen wird und ein Mann, ein fast schon alter Mann.

.Das Zwergenbuch von Urs Widmer ist eine heitere und unbeschwerte Geschichte mit liebenswerten Menschen und Zwergen. Alle haben ihre Schwächen und Stärken. Wie im richtigen Leben . Der Zwerg lässt dem Leser viel Freiraum für eigene Interpretationen.

Die Schauspielerin, Regisseurin und Sprachliebhaberin Lea Schmocker wird Texte von Urs Widmer zum Leben erwecken.

 

Kritik vom 17. November 2015 Feuchtwanger Stadtbibliothek           Ein Leben als Zwerg

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